Immer enger, leise, leise,
ziehen sich die Lebenskreise,
schwindet hin , was prahlt und prunkt,
schwindet Hoffen, Hasse, Lieben
und ist nichts in Sicht geblieben
als der letzte dunkle Punkt.

Ich bin nicht tot.
Ich tausche nur die Räume.
Ich lebe in euch
und geh durch eure Träume.

Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist von hier an einen anderen Ort und wenn es wahr ist,
was man sagt, dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden, welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?

Wenn man zum Leben Ja sagt und das Leben selber sagt zu einem Nein,
so muss man auch zu diesem Nein Ja sagen.

Und klopfte man an die Gräber und fragte die Toten,
ab sie wieder aufstehen wollten;
sie würden mit dem Kopf schütteln.

Denn vor und nach dem irdischen Leben gibt es kein irdisches, aber doch ein Leben.

Das Leben besteht aus Leid und Not, der Tod aus Frieden und Freude.

Wenn auch die Menschen sterblich sind, die ich liebe,
so ist doch das unsterblich, was ich an ihnen vor allem liebe.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Manchmal muss man Türen von gestern verschließen,
nur dann kann man neue Schritte tun.


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