Der Tod, das ist die kühle Nacht

Der Tod, das ist die kühle Nacht,
das Leben ist der schwüle Tag.
Es dunkelt schon, mich schläfert,
der Tag hat mich müd gemacht.

Über mein Bett erhebt sich ein Baum,
darin singt die junge Nachtigall;
sie singt von lauter Liebe,
ich hör es sogar im Traum.


Die letzte Ruhestätte

Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?
Werd ich wo in einer Wüste
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Immerhin! Mich wird umgeben
Gotteshimmel, dort wir hier,
und als Totenlampen schweben
nachts die Sterne über mir.


Anfangs wollt´ ich verzagen und ich glaubt´, ich trüg´ es nie;
und ich hab es doch getragen, aber fragt mich nur nicht: Wie?


Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne und jeder weint eigentlich für sich selbst.



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