Wenn dir jemand erzählt, dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht und dass das,
was einmal tot ist, niemals wiederkommt, so sage ihm:
Die Blume geht zugrunde, aber der Samen bleibt zurück und liegt vor uns,
geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.


Lass mich schlafen, bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen,
sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
sondern schließe die Augen, und du wirst mich unter euch sehen,
jetzt und immer.


Die Wirklichkeit des Lebens ist das Leben selbst,
das weder im Mutterleib beginnt noch im Grab endet.
Die Jahre, die vergehen, sind nur ein Augenblick im Angesicht der Ewigkeit.
Die Welt der Materie und alles, was zu ihr gehört,
ist nur ein Traum im Vergleich zu dem Erwachen, das wir den Schrecken des Todes nennen.


Nur Liebe und Tod ändern alle Dinge.


Möglicherweise ist ein Begräbnis unter Menschen ein Hochzeitsfest unter Engeln.


Gleiche nicht jenem, der am Kamin sitzt und wartet bis das Feuer ausgeht, und dann umsonst in die erkaltete Asche bläst.
Gib die Hoffnung nicht auf und verzweifle nicht wegen vergangener Dinge:
Unwiederbringliches zu beweinen, gehört zu den ärgsten Schwächen des Menschen.


Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.


Am Grunde des Herzens eines jeden Winters liegt ein Frühlingahnen
und hinter dem Schleier der Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen.


Sturm und Schnee vernichten wohl die Blumen, aber ihre Samen können sie nicht töten.


Im Herbst sammelte ich alle meine Sorgen und vergrub sie in meinem Garten.
Als der Frühling wiederkehrte – im April -, um die Erde zu heiraten, da wuchsen in meinem Garten schöne Blumen.



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