Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt,
dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab.
Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen,
sondern das ewige Licht haben.

Wir waren mit unseren Kräften am Ende und hatten schon mit dem Leben abgeschlossen.
Unser Tod schien unausweichlich.
Aber Gott wollte, dass wir uns nicht auf uns selbst verlassen,
sondern auf ihn, der die Toten zu neuem Leben erweckt.

Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
dass ich dir stetig blühe;
gib, dass der Sommer deiner Gnad´
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrücht´ erziehe!

Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum
und lass mich Wurzeln treiben;
verleihe, dass zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum´
und Pflanze möge bleiben.

Steil und dornig ist der Pfad,
der uns zur Vollendung leitet.
Selig ist, wer ihn betrat
und im Namen Jesu streitet;
selig, wer den Lauf vollbringt
und nicht kraftlos niedersinkt.

Überschwänglich ist der Lohn
der bis in den Tod Getreuen,
die, der Lust der Welt entflohn,
ihrem Heiland ganz sich weihen,
deren Hoffnung unverrückt
nach der Siegeskrone blickt.

Unser Herr Jesus Christus aber und Gott, unser Vater,
der uns seine Liebe schenkt und in seiner Barmherzigkeit
einen Trost und eine Hoffnung gegeben hat,
die niemls aufhören und auch den Tod überdauern werden,
er ermutige euch und gebe euch Kraft,
Christus Wort und Tat zu bekennen.

Ich will den Tod bedenken,
der Herr wird alles lenken,
und was mir gut ist, wird geschehn.

Als Gott sah , dass die Straße zu lang,
der Hügel zu steil,
das Atmen zu schwer wurde,
legte er seinen Arm um ihn und sagte:
“Der Friede sei dein.”

Psalm 71

Du lässt mich erfahren viele und große Angst
und machst mich wieder lebendig
und holst mich weieder herauf
aus den Tiefen der Erde.
Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.

Psalm 90

Herr, du bist unsere Zuflucht für und für.
Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden,
bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der du die Menschen lässest sterben und sprichst:
Kommt wieder, Menschenkinder!
Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist.
und wie eine Nachtwache.
Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, sie snd wie ein Schlaf,
wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst,
das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt.
Unser Leben währet siebzig Jahre,
und wenn´s hochkommt, so sind´s achtzig Jahre,
und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe;
denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.
Wer glaubt´s aber, dass du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor dir in deinem Grimm?
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,
auf das wir klug werden.

Wir sind nur Gast auf Erden
und wandern ohne Ruh
mit mancherlei Beschwerden
der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen
und oft sind wir allein.
In diesen grauen Gassen
will niemand bei uns sein.

Nur einer gibt Geleite,
das ist der liebe Christ.
Er wandert treu zur Seite,
wenn alles uns vergisst.

Gar manche Wege führen
aus dieser Welt hinaus.
O, dass wir nicht verlieren
den Weg zum Vaterhaus.

Und sind wir einmal müde,
dass stell ein Licht uns aus,
o Gott, in deiner Güte,
dann finden wir nach Haus.


Seite 1 von 12123...10...Letzte »