Vertauen gibt Kraft. Wir werden den Gipfel erblicken und erkennen,
dass wir nach jedem Stolpern neue Kraft gewonnen haben.

Wer nie in der Morgendämmerung die Straßen zwischen ihrem doppelten Saum von Bäumen gesehen hat,
voll Frische, voll Leben, der weiß nicht, was Hoffnung ist.

Fürchte dich nicht vor dem langen Vorwärtsgehen,
fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.

Gleiche nicht jenem, der am Kamin sitzt und wartet bis das Feuer ausgeht, und dann umsonst in die erkaltete Asche bläst.
Gib die Hoffnung nicht auf und verzweifle nicht wegen vergangener Dinge:
Unwiederbringliches zu beweinen, gehört zu den ärgsten Schwächen des Menschen.

Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der Grundsatz,
dass kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann.

Man muss immer etwas haben,
worauf man sich freut.

Der Mensch verzweifelt leicht,
aber im Hoffen ist er doch größer.

Eines Tages aber wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung.
Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.

Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hier und da jemand zu wissen, der mit uns Übereinstimmt,
mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten.

Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen;
man könnte sagen, es ist ein unsterblicher Geist im Zustande der Hoffnung.


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