Der du von dem Himmel bist,
alles Leid und Schmerzen stillest,
den, der doppelt elend ist,
doppelt mit Erquickung füllest.

Ach, ich bin des Treibens müde!
Was soll all der Schmerz und Lust?
Süßer Friede, komm
ach komm in meine Brust.


Halte immer an der Gegenwart fest.
Jeder Zustand, ja jeder Augenblick,
ist von unendlichem Wert,
denn er ist der Repräsentant
einer ganzen Ewigkeit.


Der Mensch erfährt, er sei auch, wer er mag,
ein letztes Glück und einen letzten Tag.


Sie ist nun frei und unsere Tränen wünschen ihr Glück.


Und solange du das nicht hast,
dieses: stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
auf der dunklen Erde.


Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen.


Man mag so gern das Leben aus dem Tode betrachten
und zwar nicht von der Nachtseite, sondern von der ewigen Tagseite her,
wo der Tod immer vom Leben verschlungen wird.


Der Tod ist doch etwas so Seltsames, dass man ihn, unerachtet aller Erfahrung,
bei einem uns teuren Gegenstande nicht für möglich hält und er immer als etwas Unglaubliches und Unerwartetes eintritt.
Es ist gewissermaßen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird.
Und dieser Übergang aus einer uns bekannten Existenz in eine andere,
von der wir auch gar nichts wissen, ist etwas so Gewaltsames, dass es für die Zurückgebliebenen nicht ohne die tiefste Erschütterung abgeht.


Kein Wesen kann zu nichts zerfallen!
Das Ew´ge regt sich fort in allen,
am Sein erhalte dich beglückt.


Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.



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