Nikolaus von Kues
Du Gott, die Wesenheit der Wesenheiten, gibst dem endlichen Sein das Wesen, das es hat, und nichts kann außer dir […]
Du Gott, die Wesenheit der Wesenheiten, gibst dem endlichen Sein das Wesen, das es hat, und nichts kann außer dir […]
Gottes Milde mocht´ es fügen, liegt ein Mensch in letzten Zügen, stehn am Sterbepfühl die Seinen, dass sie müssen weinen,
Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen, dessen andere Seite Auferstehung heißt.
Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar. Es ist herber, ihn
Über Sein und Nichtsein sei kummerlos und sorgenfrei; denn von jedem Sein, wie hoch, ist Nichtsein das Ende doch.
Unsere Toten leben fort in den süßen Flüssen der Erde, kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt, und es ist
Ihr glaubt, eine Beerdigung zu besuchen, aber in Wirklichkeit kommt ihr zu einer Geburt.
Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von
Tod und Schönheit sind zwei hohe Dinge, die gleich viel Schatten und Licht enthalten, sodass man sie für zwei Schwestern
Leben ist wie Schnee, du kannst ihn nicht bewahren. Trost ist, dass du da warst, Stunden, Monate, Jahre.